Smart Minerals GmbH
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Universal Klima- und Bewitterungssimulationsgerät

Pruefkammer BewitterungsgeraetIn Zukunft werden Anforderungen an Baustoffe auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung definiert. Baustoffhersteller müssen sich also, auch aufgrund der stärker werdenden europäischen Vorgaben, mit den Aspekten der Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit auseinandersetzen. Zur Untersuchung und Beurteilung der Beständigkeit und der Dauerhaftigkeit von mineralischen Baustoffen setzt Smart Minerals ein neues Großprüfgerät ein, das die tatsächlichen Einwirkungen auf die Bauteile unter Zeitrafferbedingungen nachstellt.

Das Universal Klima- und Bewitterungssimulationsgerät stellt insbesondere hinsichtlich Steuerungsgenauigkeit, Prüfraumgröße und simulierbarer Umweltbedingungen einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den derzeit üblichen Einzelgeräten dar. Die Anlage erlaubt durch zusätzliche Variationsmöglichkeiten (z.B. die Ermittlung des Karbonatisierungsfortschrittes) die Umsetzung vielfältiger, weit über Standardprüfungen hinausgehende, Prüfabläufe bzw. Belastungssimulationen. Dies wird zum vertieften Verständnis des Baustoffverhaltens unter unterschiedlichen klimatischen Beanspruchungsarten beitragen.

Mit einem Gesamtraumvolumen von etwa 20 m³ ist das Prüfgerät in vier Teilbereiche gegliedert:

  • Tieftemperaturprüfkammer (-30° C bis +30° C)
  • CO2-Begasungsbereich (+15° C bis +30° C, Feuchtebereich 50 % bis 70 % relative Luftfeuchtigkeit und CO2-Begasung in einer Konzentration von 0 % bis 10 %)
  • Großkörperklimaprüfeinheit zur Bauteilprüfung (-20° C bis +60° C, 10 % bis 90 % relative Luftfeuchtigkeit)
  • Großkörperklimaprüfeinheit zur Simulation einer Beregnung (Abschnitt im Prüfraum Teilbereich 3 mit integrierter Beregnungsfunktion, -20° C bis +60° C, 10 % bis 90 % relative Luftfeuchtigkeit, Beregnungsmenge 10 l/min/m² bei einer Beregnungstemperatur von 12° C ± 2° C)

 

 

 

 

 

 

Die Anschaffung des Gerätes wurde im Rahmen der ACR-Infrastrukturförderung 2015 gefördert. Derzeit werden bereits erste Versuche zur Dauerhaftigkeit von Beton im Rahmen eines von der FFG geförderten Branchenprojekts "Umsetzung alternativer Konzepte der Betonherstellung unter Sicherstellung der Dauerhaftigkeit" durchgeführt. Aufgrund der Steuerung und der unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtebereiche der Anlage sowie der Möglichkeit, Versuche realitätsnah mit verschiedenen Bauteilgrößen durchzuführen, ist das Großgerät einzigartig in Österreich. Heimische Produkthersteller können nun bestimmte Materialparameter und Bauteileigenschaften gezielt optimieren, sodass nicht nur die Eigenschaften ihrer Produkte wesentlich verbessert werden, sondern auch die europaweite Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft gestärkt wird.