Walzbeton als effiziente Alternative bei der Sanierung von Landesstraßen

Der Verein Nachhaltige Betonstraßen beschäftigt sich mit dem Einsatz von Beton im niederrangingen Straßennetz und forscht an konkreten Sanierungslösungen für Landesstraßen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie sind nun erfolgreich einige Teststrecken fertiggestellt worden, die die Forschungsarbeiten in die Straßenbau-Praxis transferieren sollen.

Im Schotter- und Betonwerk der Firma Leyrer + Graf in Gmünd (NÖ) wurden eine ca. 225 m lange und ca. 6 m breite Teststrecke sowie eine ca. 600 m² große Testfläche aus Walzbeton errichtet.

Umsetzung alternativer Konzepte der Betonherstellung unter Sicherstellung der Dauerhaftigkeit

Einleitung

Die Betonherstellung in Österreich basiert gemäß ÖNORM B 4710-1 „Beton – Festlegung, Herstellung, Verwendung von Konformitätsbewertung“ auf einem deskriptiven Ansatz. Dies bedeutet, dass aufbauend auf Erfahrungen bestimmte Kriterien festgelegt wurden, bei deren Einhaltung davon ausgegangen wird, dass eine entsprechende Erfüllung der Leistungsanforderungen an den Beton gegeben ist. Die festgelegten Kriterien sind die Einhaltung eines Mindestbindemittelgehaltes, eines maximal zulässigen W/B-Wertes (Wasser/Bindemittel-Wertes) und, falls erforderlich, Luftgehalt bzw. Luftporenkennwerte des Betons.

Neue Bindemittelarten bzw. ökologische Vorgaben, aber auch veränderte technische Anforderungen an Bauwerke verlangen des Öfteren den Nachweis der Gleichwertigkeit von alternativen Betonzusammensetzungen. Die europäische Rahmennorm zur Betonherstellung (EN 206) ermöglicht den Einsatz alternativer Konzepte der Betonherstellung: