Leistungsfähigkeit von Betonen für den Einsatz in Weißen Wannen Bauwerken ohne rissbreitenverteilende Bewehrung

Einleitung

Zur Erzielung dichter Bauwerke im Infrastrukturbau wird überwiegend das System der „Weiße Wannen Bauweise“ verwendet. Bei diesen Konstruktionen übernimmt der Beton sowohl die tragende als auch die abdichtende Aufgabe. Bauwerke benötigen demgemäß, bei ordnungsgemäßer Ausführung, keine zusätzliche Abdichtungsebene (z.B. Hautabdichtung).

Im Zuge der Überarbeitung der entsprechenden öbv-Richtlinie „Wasserundurchlässige Betonbauwerke – Weiße Wanne“ vom Februar 2018 wurden Betonsorten mit neuen Bindemittelkombinationen aus Zement und Zusatzstoff eingeführt. Diese Betonsorten werden als BS1plus Betonsorten bezeichnet und ermöglichen den vermehrten Ersatz von Zement mit Zusatzstoffen, wie z. B. AHWZ nach ÖNOMR B 3309.

Umsetzung alternativer Konzepte der Betonherstellung unter Sicherstellung der Dauerhaftigkeit

Einleitung

Um das Verhalten von derzeit eingesetzten Betonen besser zu verstehen bzw. auch für zukünftige Betonsorten Aussagen treffen zu können, untersucht die Smart Minerals GmbH im Forschungsprojekt Betonkonzepte die Eigenschaften üblicher Transportbetone in Österreich hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften bzw. der physikalischen und chemischen Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Im soeben abgeschlossenen 3. Forschungsjahr des insgesamt 4-jährigen Projektes wurde der Widerstand gegen mechanischen Abrieb (XM – Widerstand gegen Verschleiß, gem. ÖNORM B 4710-1) sowie gegen das Eindringen von Wasser (XW – Wasserundurchlässigkeit, gem. ÖNORM B 4710-1) untersucht. Dabei wurde bei der Zusammensetzung der Betone darauf geachtet, die Mindestanforderungen gem. ÖNORM B4710-1 einzuhalten, um mit diesen Versuchen eine untere Benchmark der Eigenschaften zu definieren.